Glasfaseranschluss für Wasserwerk Hochdorfer Sägmühle

24.08.2020
Sichere Überwachung kritischer Infrastruktur immer wichtiger / Knapp 4 Kilometer Leitung verlegt

Die Überwachung des Betriebes im Wasserwerk Hochdorfer Sägmühle können die Stadtwerke Altensteig künftig noch sicherer erledigen. Eine Glasfaseranbindung löst die anfälligere Überwachung über eine Satellitenanbindung ab. Dafür haben die Stadtwerke rund 280.000 Euro investiert, rund 70 Prozent davon fließen als Zuschuss des Landes.

„Die Sicherheit der Wasserversorgung ist ein immer größeres Thema“, sagte Bürgermeister Gerhard Feeß beim Pressetermin an der Hochdorfer Sägmühle direkt an der Kreisgrenze mit dem Landkreis Freudenstadt. Dies gelte sowohl hinsichtlich des Klimawandels als auch technischer Angriffe. Glasfaser sei nach aktuellem Stand der Technik optimal. Die bislang genutzte Satellitenverbindung sei insbesondere bei Schneefall oder starkem Regen anfällig. Sogar Datenverluste seien möglich. Für die kritische Infrastruktur soll aber ein bestmöglicher Standard gelten. „Alle neuralgischen Punkte haben wir mit eigenen Informationswegen aus-gerüstet“, sagt Günther Garbe, technischer Werkleiter der Stadtwerke. Das Wasserwerk arbeitet komplett autark. Von hier werden rund 15.000 Menschen mit Wasser aus zwei Quellgruppen versorgt, neben Altensteig auch Egenhausen und Teile von Ebhausen.

Das Wasserwerk besteht seit 1960 und wurde zwischen 2003 und 2006 umfangreich saniert. Die letzte Wasserleitung wurde vor rund 30 Jahren gebaut. „Damals war Kommunikation noch kein Thema, aber mittlerweile hat der Automatisierungsgrad deutlich zugenommen“, sagte Stadtwerke-Leiter Garbe. Und da seinerzeit auch keine Leerrohre mit verlegt wurden, musste jetzt neu gegraben werden.

Über Beuren nach Lengenloch wurde das Wasserwerk angeschlossen. Auf etwa 1,5 Kilometern musste die Leitung neu verlegt werden, die restliche Strecke konnten Leerrohre der Gemeinde Simmersfeld genutzt werden. „Wir sind froh, dass die Gemeinde Simmersfeld das ermöglicht hat“, sagte Garbe. Somit konnte die Anbindung in einer Bauzeit von etwa zweieinhalb Monaten realisiert werden.
Egenhausens Bürgermeister Sven Holder dankte auch im Namen von Ebhausens Bürgermeister Volker Schuler den Stadtwerken für deren gute Arbeit, die tolle Versorgung und das gute Miteinander. Egenhausen erhält rund 100.000 Kubikmeter Wasser, Ebhausen knapp 40.000.

Neben der Hochdorfer Sägemühle ist auch der Hochbehälter in Berneck über den gleichen Förderantrag an das Glasfasernetz angebunden worden. Dafür musste eine rund 300 Meter lange Leitung in offener Bauweise am Bernecker Sportplatz verlegt werden.

Neben dieser Glasfaseranbindung realisieren die Stadtwerke mit der Heizzentrale in Wart aktuell ein weiteres Großprojekt, das bis zum Herbst in Betrieb gehen soll.