Fundtiere

Was tun beim Auffinden eines Fundtieres?

Fundtiere gelten rein rechtlich gesehen als „Fundsachen“ und fallen damit zunächst in die Zuständigkeit der Gemeinde als Fundbehörde. Diese ist grundsätzlich verpflichtet, Fundtiere entgegenzunehmen und entsprechend zu verwahren.

Da es der Gemeinde in der Regel nicht möglich sein wird, Tiere artgemäß unterzubringen und zu versorgen, werden sie einer geeigneten und zuverlässigen Person oder Stelle übergeben. In der Gemeinde Egenhausen hat sich erfreulicherweise Frau Sandra Kollmar, Hauptstraße 40, zur Aufnahme von Fundtieren bereit erklärt.

Ablauf/Vorgehensweise

Wenn Sie ein Tier gefunden haben, sollten Sie baldmöglichst mit unserem Bürgerbüro (07453/95700) Kontakt aufnehmen und den Fund dort anzeigen.

Sollten Sie bei der Gemeinde niemanden erreichen so wenden Sie sich bitte an die von uns beauftragte Person bei der Versorgung von Fundtieren, Frau Sandra Kollmar (0151/59068159).

Die Gemeinde nimmt das Fundtier dann in Verwahr bzw. übergibt es an Frau Kollmar. Dort bleibt das Tier solange bis sich der Finder gemeldet hat. Sofern sich der Eigentümer eines Tieres nicht spätestens nach vier Woche gemeldet hat, kann in der Regel angenommen werden, dass er die Suche nach dem Tier aufgegeben hat und das Tier herrenlos geworden ist. Damit endet dann auch die Versorgungspflicht der Gemeinde und das Tier kann entweder dem Finder oder einer geeigneten Stelle (z.B. einem Tierheim) zur weiteren Betreuung überlassen werden.

Bitte beachten:

  • Die Gemeinden sind nur für Fundtiere und nicht für herrenlose Tiere zuständig!
  • Für herrenlose Tiere ist die Gemeinde nur dann zuständig, wenn diese Tiere die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährden. In diesem Fall wird die Gemeinde als Ortspolizeibehörde tätig.
  • Die Abgrenzung von Fundtieren und herrenlosen Tieren ist oft sehr schwierig. Zur Unterscheidung: Als Fundtier gilt ein Tier das besitzerlos aber nicht herrenlos ist. Kennzeichnend für ein Fundtier ist: guter Ernährungszustand, Halsband, Kennzeichnungen, Zutraulichkeit.
  • Eine Erstattungspflicht der Gemeinden für die Kosten einer tierärztlichen Behandlung verletzter oder krank aufgefundener Tiere in den Fällen, in denen der Finder das Tier nicht bei der Gemeinde oder einem von der Gemeinde mit der Unterbringung und Betreuung Beauftragten abgibt, sondern unmittelbar zu einem Tierarzt bringt, setzt voraus, dass die Behandlung des Tieres unaufschiebbar ist und der Finder seiner Anzeigepflicht nach § 965 BGB nachgekommen ist. Kommt der Finder seiner Anzeigepflicht nicht unverzüglich nach, hat er anfallende Kosten selbst zu tragen.
  • Bei herrenlosen Tieren besteht kein Anspruch auch Kostenerstattung/-übernahme gegenüber der Gemeinde.

Beauftragte Person bei der Versorgung von Fundtieren

Sandra Kollmar
Handy: 0151/59068159